Presseartikel

Artikel vom 24.02.2020 Webseite der

Lokale Nachrichten aus Mainz, Bingen, Alzey, Oppenheim, Bad Kreuznach und Rheinhessen - Allgemeine Zeitung

Prächtige Kulissen und Kostüme beim Carneval Verein Bingerbrück

In diesem Jahr entführten die Narren ihr Publikum ins Land der Pharaonen. Junge Talente in der Bütt und auf dem Parkett machten die Sitzung zu einem kurzweiligen Ereignis.

Von Sebald Stumm
„Holla die Waldfee“: Ganz und gar nicht zufrieden mit ihrer Figur, philosophierte Gaby Spira über ihre „höheren Kräfte“. Foto: Edgar Daudistel

 

„Holla die Waldfee“: Ganz und gar nicht zufrieden mit ihrer Figur, philosophierte Gaby Spira über ihre „höheren Kräfte“. (Foto: Edgar Daudistel)

 

 

 
BINGERBRÜCK – Zur finalen Sitzung der Binger Fastnacht hatte schon traditionell der Carneval Verein Bingerbrück (CVB) eingeladen. Andreas Kerner erschien als Pharao und an seiner Seite im Elferrat saßen viele VIPs der ägyptischen Geschichte, natürlich stilecht kostümiert. In herrlich dekorierter Kulisse entführten sie die wie immer passend zum Motto Ägypten verkleideten Narren in die Zeit der Mumien und des Pyramidenbaus.
Politik
„Wahres und Klares“– unter diesem Slogan verramschte der Mann mit den vielen Gesichtern, Helmut Schlösser alias Horst Lichter, alles, was von unseren Politikgrößen zurückgelassen wurde, sozusagen die Resterampe von Berlin. Der Vollblutfastnachter von den Mombacher Bohnebeitel ist als Redner wie immer ein Garant für perfekte Vortragskunst und rheinischen Frohsinn.
Kokolores
Wer ist der Fastnachtsstar, ein Tänzer oder ein Büttenredner? Über diese Frage stritten sich Luca Altenhofen und Marc Leon Berick. Mit ihren Sprüchen und Weisheiten trafen sie genau den närrischen Nerv des Publikums. Man kann nur hoffen, dass die beiden ihr vorhandenes Talent auch weiterhin dem CVB zur Verfügung stellen. Ein weiteres junges Büttenjuwel in Bingerbrück ist Annika Schmitt, die in humorvoller Manier einiges aus und über die Familie ausplauderte. So sei es gar nicht so einfach, einen finanziell gut gestellten „Kaltnaggischen“ zu finden. Gar nicht zufrieden mit ihrer Figur war die „Waldfee“ Gaby Spira, die amüsant und ideenreich über ihre höheren Kräfte philosophierte. Nicht fehlen durfte auch die „Grand Old Dame“ vom Gruber Narren Club Bingen: Marcus Mohrs als Lady Webersch Elfriede, die der gescheiterten OB-Bewerbung nachtrauerte und unter anderem das Binger Loch verkaufen wollte. Eine köstliche Hommage auf ihre Heimatstadt.

WER WAR NOCH DABEI?

Musik: Joachim Peters

Tanz: Prinzengarde des CVB

Vorspiel: Günter Mattes, Luca Altenhofen

Bühnenregie: Kalli Augstein

Trainerrinnen: Astrid und Nadine Schönauer, Tanja Hagenbuchner, Martina Deiters, Anja Schuck, Madeleine Lohr, Alisa Möbius, Irina Altenhofen, Stefanie Budai, Denise Hoffmann

Gesang
Zuständig für die musikalische Stimmung und die Mitmach-Effekte der Besucher waren die Bingerbrücker Bänkelsänger Hans-Joachim Budai, Robert Hassemer und Tjorven Perabo sowie das legendäre CVB-Duo Pat & Patachon alias Andreas Kerner und Mark Grünewald, die mit Pauke und Tamburin und Alla Hopp begeisterten. Ein weiteres Highlight in deftigem Dialekt war „Musikkoch“ Dieter Straube mit seiner Hymne „vun de Lewwerworscht“.
Tanz
Das der CVB tänzerisch ganz weit vorne mitspielt, bewiesen die Nachwuchstänzerinnen der Tanzfünkchen mit dem „Tanz der Mumien“, die Blue Diamonds mit einem modern geprägten Gardetanz und die Tanzmariechen Rojin Arslan und Jula Born mit einer eindrucksvollen Darbietung. Faszinierende Kostüme, super auf der Bühne inszeniert, das waren die Showtänze der Magic Teens und Just Friends, die das Publikum in die Zeit von Sklaverei, Pharaonen und Pyramidenbau versetzten. Freiwillig „im Freien“ blieb das Männerballett der Schwarzen Elf, das in zünftiger Tracht um den Maibaum tanzte und einen original Schuhplattler zu fetzigem „Volks-Rock and Roll“ schwungvoll zum Besten gab und fröhlich Maibaumfest feierte.
Fazit
Eine über fünfstündige farbenprächtige Fastnachtsshow, gekonnt präsentiert und organisiert. Eine wirklich empfehlenswerte Alternative zu allen anderen Veranstaltungen, die am „närrischen Samstag“ stattfinden. Macht’s gut, Adschee und Helau bis 2021!

Artikel vom 07.01.2020 Webseite der  Logo der Mainzer Volksbank

Ordenspräsentation 2020 in Bingen - Mainzer Volksbank

Binger Karnevalsvereine erhalten 11 mal 333 Euro

Fastnachtsorden werden im MVB-Regionalcenter Bingen präsentiert

 

Närrische elf Fastnachtsvereine aus Bingen und Umgebung sind pünktlich um 17:11 Uhr in das MVB-Regionalcenter in der Mainzer Straße in Bingen gekommen, um ihre neuen Orden für die Fastnachtskampagne 2020 zu präsentieren.
Anlassgerecht im närrischen Gewand würdigte MVB-Regionaldirektorin Ira Closheim das Engagement der Vereine – natürlich in fastnachtlicher Reimform. Auch weiterhin hält die Mainzer Volksbank an diesem schon traditionellen Termin fest und lädt die Vereine jedes Jahr ein, die neuen und kunstvoll gestalteten Orden-Designs zu präsentieren. „Diese Veranstaltung gehört fest zum Jahreskalender dazu“, bestätigt Ira Closheim. „Alle kommen gerne zu dieser Veranstaltung, das merke ich an der Stimmung. Die Vereinsvertreter kommen schon viele Jahre und sind teils auch Kunden bei uns; wir kennen uns und da ist ein so närrischer Termin ein Treffen unter Freunden“, so Closheim weiter.

 

Vereine erhalten insgesamt 3.663 Euro Unterstützung

Damit die aufwändige Arbeit der Vereine auch finanziell unterstützt wird, spendet die Mainzer Volksbank jedem der elf Vereine einen Scheck über 333 Euro. Insgesamt fließen damit 3.663 Euro in die Binger Fastnachtssaison 2020. „Sitzungen, Umzüge und zahlreiche Kostüme werden mit viel Liebe, Schweiß und Kreativität umgesetzt. Das kostet Zeit und eben auch Geld, weshalb wir als MVB hier einen Teil beitragen wollen“, betont Ira Closheim. „Unserer Stadt würde etwas fehlen, wenn es solche Fastnachtsvereine nicht mehr geben würde, daher wollen wir jedes Jahr aufs Neue unsere Unterstützung als regionale Genossenschaftsbank zeigen“, so Closheim zur Unterstützung der Mainzer Volksbank.

11 Binger Karnevalsvereine erhalten Fastnachtsspende - Mainzer Volksbank

Viel Engagement zur Fastnacht in Bingen

Die Binger können sich wie jedes Jahr wieder auf eine tolle Fastnachtszeit freuen, denn das Vereinsleben ist sehr aktiv. Folgende elf Vereine und deren Vertreter dürfen sich über eine närrische Spende über 333 Euro freuen:
Bei der Anwesenheit so vieler Narren hatten alle eine sehr vergnügte Zeit und es wurde viel gelacht. „Ein dreifach donnerndes HELAU, HELAU, HELAU“, war an diesem Abend häufiger zu hören.

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Presseartikel vom 06.01.2020 Allgemeine Zeitung

 Binger Narren zeigen Flagge
Die Fahnen der elf Korporationen wehen wieder unterhalb der Burg Klopp und signalisieren weithin sichtbar, dass nun die heiße Phase der fünften Jahreszeit begonnen hat.
Bingen Lokales / Flaggenhissung der elf Binger Fastnachtsvereine, Foto: Edgar Daudistel

 

Bingen Lokales / Flaggenhissung der elf Binger Fastnachtsvereine, (Foto: Edgar Daudistel

 

BINGEN – Wenn die Tannenbäumchen noch am Straßenrand stehen oder bereits schon liegen, ruft es durch die Straßen der Innenstadt aus vielen Kehlen „Helau!“ und das Blasorchester Oberes Mittelrheintal (BOOM) intoniert dazu das unverkennbare musikalische Potpourri der fünften Jahreszeit. Da gibt es kein Zurück mehr und die Narren erobern in einem ersten Anflug von Tollität die Stadt. Und wie das bei Eroberungen so üblich ist, bekundet eine Flagge weithin sichtbar die neuen Herrschaftsverhältnisse, gerade so, wie es die Amerikaner seinerzeit auf dem Mond hielten. In Bingen sind es gleich elf Flaggen, nämlich diejenigen der städtischen Fastnachtskorporationen, die nun unterhalb der Burg Klopp wehen. Und wie in jedem Jahr machen sich die Narren einen Spaß daraus, die paar Meter an der Fahnenstange zu einem kleinen Wettrennen auszugestalten. In diesem Jahr hatte der Kempter KCC die Nase, respektive die Flagge vorn. Jubel in der rechten Ecke der Belle Etage unterhalb der Burg Klopp.
Gut gefüllt war der Neff-Platz. Die Fastnachter hatten ihren Anhang mitgebracht. Bei der närrischen Prozession durch die Stadtstraßen durfte die Fahne des Gruber Narrenclubs vorneweg getragen werden, er ist in diesem Jahr der für die Organisation federführende Verein. Entsprechend richtete auch Gruber-Sitzungspräsident Klaus-Dieter (Männie) Heil das Wort an die Narrenschar und befand sich bereits auch auf fastnachtlicher Betriebstemperatur, indem er querfeldein viele dankbare Themen durch den vierfarbbunten Kakao zog. Von Jogi Löw bis Helene Fischer, von Niedrigwasser bis Café Benz. Klassisch ist dabei natürlich auch die Breitseite gegen die Stadtverwaltung, die im vergangenen Jahr „rudelweise Böcke geschossen“ habe. All das aufzuzählen würde zu weit führen, „sonst steh’n wir noch heut Abend hier“. Der Sitzungspräsident empfahl den Besuch der Binger Sitzungen, um Genaueres zu erfahren.
Bei Nieselwetter drängte es die Narrenschar zügig zum Kulturzentrum, wo der Oberbürgermeister die Stadtorden an verdiente Narren verlieh. Ein bunter Zug setzte sich in Bewegung. Kappenträger, Garden, Hexen und drei Kinder hatten sich sogar allerliebst als Könige verkleidet. Ach, nein, das waren die Sternsinger, die gerade vorbeikamen.
Von Erich Michael Lang
Lokalredakteur Bingen